1. Ich habe Angst, dass meinem Baby oder meiner Frau etwas zustößt.

Ich mache mir Sorgen. Habe Angst. Um mein Baby. Es könnte ersticken. Sich die Nabelschnur um den Hals wickeln. Im Bauch. Ertrinken. Wie atmet es eigentlich unter Wasser? Hand auf den Bauch. Warum bewegt es sich plötzlich nicht mehr? Lebt es noch?

Die Angst, dass dem Ungeborenen etwas zustößt. Sie ist immer präsent. Bei mir. Bei meiner Frau. Okay. Meine Frau ist deutlich entspannter. Sie spürt, dass es dem kleinen Wesen gut geht. Aber was hilft mir? Wer hilft mir? Meine Partnerin. Wir als Team. Reden. Teilen. Geht’s Dir da auch so, Schatz? Fakten schaffen! Bei jeder Vorsorgeuntersuchung dabei sein. Ultraschallbilder bestaunen. Das sich bewegende Baby sehen. Es beruhigt mich. Wächst. Nimmt zu. Und lebt.

Was ist mit der Geburt? Wie soll das Baby auf die Welt kommen? Wie gefährlich ist es für meine Frau? Und will ich als Vater wirklich dabei sein? Muss ich das? Halte ich das aus?

Fakten von Profis und Vertrauten helfen einen Zugang zu finden. Das beruhigt.

2. Ich habe Angst vom Baby verdrängt zu werden.

Platz eins. Meiner! Ihr Geliebter. Ihr Mann. An der Seite meiner Frau. So soll es sein. So kann es bleiben. Und dann? Dann kommt jemand neues. Und ich? Werde verstoßen. Auf Platz zwei verdrängt. Ganz sicher. Für immer. Das will ich nicht.

„Schatz, wir sind ein Team. Du und Ich. Wir sind das Wichtigste. Gemeinsam. Erst wir. Danach alle Anderen.“

Das sagen wir uns immer wieder. Als Paar. Keinesfalls egoistisch. Vielmehr sinnvoll. Weil es funktioniert. Es verbindet. Diese Einstellung. Ausgesprochen. Wie ein Ritual. Immer wieder ins Gedächtnis gerufen. Entscheidungen werden miteinander getroffen. Gedanken geteilt. Es macht uns stark. Als Einheit. Und als Individuum.

Die Liebe und Verbundenheit als Paar wächst. Mit einem Kind wird sie stärker und tiefer. Die werdende Mutter spürt das Kind. In sich. Die Hormone. Und auch ich kann es fühlen. Mit der Hand auf ihrem Bauch. Die Bewegungen. Der gleichmäßige Schluckauf. Das kleine Leben. Das berührt mich als Vater.

Nach der Geburt wird Mann zur Nebenrolle. Das ist gut so. Für eine gewisse Zeit. Ein frisch Geschlüpftes bindet sich an seine Mutter. Das ist Instinkt. Überleben.

Ich als Vater? Ich finde zurück auf meinen Platz. Spätestens wenn das Kind mich sieht. Wie ich bin. Anders als die Mom. Der Abenteurer. Der Große. Der Beschützer.

Und was hilft mir? Wie bleibt mir das Gefühl an erster Stelle zu stehen? Körperliche Nähe. Meine Frau. Streicheleinheiten. Vor allem aber ausführliche Gespräche über die eigenen Wünsche und Gedanken. Meine Aufgabe als Vater? Erwartungen von mir an mich? Was erwartet meine Frau von mir? Und was erwarte ich von ihr?

Als Team werden wir zusammenwachsen.

3. Ich habe Angst, dass ich keine Bindung zu meinem Kind aufbauen kann.

Wir sind wild. Und rau. Männer. Und in uns? Da schlägt das weiche Herz eines Riesen. Und das muss geweckt und entdeckt werden.

Mom fällt es leichter eine Bindung aufzubauen. Die Emotionale. Sie hat eine biologische Verknüpfung zum Kind. Sie sind verbunden. Und ich? Als Vater muss ich mir das erkämpfen. Schritt für Schritt. Ich lege meine Hand auf Moms Bauch. Spüre die Bewegung. Und spreche jeden Abend mit dem Ungeborenen. Von mir. Von der Zukunft. Dass ich es beschützen werde.

Spätestens nach der Geburt gibt es kein Zurück mehr. Zärtlichkeit in seiner reinsten Form. Tränen. Das kleine Leben auf dem starken Arm. Der größte Moment im Leben. Vater sein.

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4. Ich will nicht vom wilden Wolf zum plautzigen Waschbären werden.

Ich will das nicht. Freunden absagen. Immer wieder. Kein Sport. Lieber Sportschau. Viel Bier. Großer Bauch. Nicht mehr Flirten. Nur noch Fläschchen.

Wer möchte ich sein? Wie viel Wolf? Wie viel Bär?

Es wird Veränderung geben. Neues Leben kommt dazu. Die größte Aufgabe. Dad sein. Und dann? Termine abstimmen. Weniger Zeit für Freunde und Freizeit. Flucht ist keine Lösung! Auch Mom will weiterhin Frau sein. Gib ihr ihre Zeit. Und sie Dir Deine. Wellness-Wochenende. Männerabend. Alles ist weiterhin möglich.

Miteinander sprechen. Sich koordinieren. Vorwürfe vermeiden. Übereinstimmungen hervorheben. Teamwork makes the team work.

5. Ich habe Angst mein Kind nicht versorgen zu können.

Kind und Karriere kombinieren. Genug Geld in die Kasse scheffeln. Mein erster Gedanke: Das wird hart! Die Realität: Alles nicht so dramatisch. Elterngeld und Kindergeld als staatliche Leistung. Klare Regelungen der Elternzeit. Alles ist überschaubar. Und verständlich. Und extrem beruhigend.

Informier Dich als zukünftiger Dad. Woher kommen finanzielle Zuschüsse? Welche Rechte hast Du? Die Recherche macht Spaß. Und nimmt Dir den Druck.

Welche Ängste kennst Du und wie hast Du sie in Luft aufgelöst? Schreib mir Deine Gedanken in die Kommentare.