Angst vor meiner persönlichen Zukunft? Habe ich nicht! Mein Job als selbständiger Unternehmer ist der Grund. Hürden, Stolpersteine, scheinbar unüberwindbare Situationen. Danach wird es besser. Immer. Ich habe gelernt: nach dem Hinfallen aufstehen. Probleme regeln. Noch stärker weitermachen!

Ich habe Angst, dass den wichtigsten Menschen in meinem Leben etwas passiert.

Ich wurde in meiner Jugend zweimal überfallen und ausgeraubt. Unter Androhung von Gewalt. Einmal mit einer Waffe. Und einmal, an einem sonnigen Tag, mitten in Hamburg, am Jungfernstieg stach mir ein Jugendlicher mit einem Messer tief in den Oberschenkel. Das war knapp. Scheiße, war das knapp!

Nach diesem wahrlich einschneidenden Erlebnis hat sich meine Einstellung zum Leben verändert. Positiv. Ich bin aufmerksamer. Ich beobachte Menschen in meiner Umgebung. Ich wittere Gefahren. Ich weiß wann ich mich schützend vor meine Frau stelle. Ich weiß, wann ich mein Kind auf den sicheren Arm nehme. Ich habe keine Angst. Ich lebe einfach bewusster.

Die Welt heute.

Im Jahr 2017 sind für mein Empfinden zu viele Menschen auf der Welt, die nichts Gutes im Sinn haben. Sie verbreiten Angst. Sie sitzen in Parlamenten. Sie werden Präsidenten. Sie ändern Gesetze und beeinflussen das Leben von anderen. Rücksichtslos. Sie laufen auf Straßen und schreien ihre hasserfüllten Parolen in die Gesichter der Ahnungslosen. Und die folgen. Blind. Alternative Fakten werden zu neuen Wahrheiten. Sich die Welt hindrehen, wie man sie braucht. Um sich selber zu nützen. Oder um anderen zu schaden. Das ist gefährlich.

Mein Blick auf die Welt heute. Auf die Gesellschaft. Wir stolpern. Oder. Wir schwanken. Ein bisschen wie betrunken. Aber wir werden nicht hinfallen. Wir werden wieder nüchtern. Weniger aufgehetzt. Wenn. Ja, wenn wir uns mehr mit Zeit, Herz und Verstand den Menschen widmen, die uns wichtig sind.

Wenn sich jeder Mensch um die kümmert, die ihm am wichtigsten sind, glaube ich ganz fest, wird die Welt zu einem tollen Ort zum Leben. Eine Zukunft, in die ich mein Kind mit Freude und Vertrauen entlassen kann.

Als Vater trage ich Verantwortung für die Zukunft. Aber nicht für die Zukunft von allen.

Meine Aufgabe als Vater ist es, die guten Werte und Eigenschaften eines Menschen vorzuleben. Was meine Kleine später daraus macht, ist ihre Entscheidung. Ich vertraue ihr. Ich werde meinem Mädchen vieles mit auf den Lebensweg geben. Sei stark. Denke selbst. Handel mit Verantwortung. Nutze niemanden aus. Achte auf Dich. Respektiere die anderen. Kümmere Dich immer um die, die Dir wichtig sind. Und lass die anderen ihren eigenen, persönlichen Weg gehen. Das sehe ich als meine Verantwortung.