Sei ein Mann! Ein Satz, der heute selten fällt. Doch kaum einer kann mehr definieren, was es bedeutet, ein Mann zu sein. Fällt der Satz dennoch, ist er mit einer Latte an Klischees behaftet. Klischees, die aus einer ziemlich verstaubten Zeit stammen. Denn einen echten Mann macht heute viel mehr aus. Räumen wir mal auf:

Ein Mann weint nicht.

Weint ein Mädchen oder eine Frau, eilt man zu ihr. Man schenkt ihr Aufmerksamkeit. Man nimmt sie in den Arm und tröstet sie. Weint ein Junge oder Mann, heißt es schnell: Stell Dich nicht so an. Steh auf. Mach Dich gerade. Mach weiter. Das Schwachsein wurde uns Männern regelrecht abtrainiert.

Aber auch als Mann ist man mal schwach. Man ist verzweifelt. Überfordert. Statt dieses Gefühl wegzudrücken, was einen langfristig krank machen kann, muss es raus! Wer weint gewinnt. An Zuneigung und Verständnis. Dabei kann es helfen an einem geschützten Ort zu weinen. Zuhause oder im Auto. Seine Gefühle zu akzeptieren ist männlich! Lass es also zu!

Ein Mann kann immer.

Nein, kann er nicht. In stressigen Situationen oder Momenten der Unsicherheit reagiert der Körper und fährt runter. Auf jeden Fall zwischen den Beinen. Eine Erektion ist eine Mischung aus Hormonen, Nerven und Gedanken. Zu glauben, jetzt MUSS ich meinen Mann stehen, erhöht den Druck. An falscher Stelle. Gönn’ Dir eine Pause. Atme ruhig ein und aus. Rede mit Deiner Partnerin über Deine Gedanken. Und keine Sorge. Noch ist keine Frau aus dem Bett gesprungen, weil ein Mann über Gefühle sprach.

Ein Mann isst Fleisch, trinkt Bier und liebt Fußball.

Ich persönlich mag Fleisch. Von Bier muss ich pinkeln. Und Fußball ist einfach nicht mein Sport. Statt Fleisch mal vegan? Ich denke an die Umwelt und versuche, meinen Konsum in einem gesunden Verhältnis zur Umwelt zu halten. Ich trinke selten und wenn, dann etwas mit besonderer Note. Statt Fußball interessiere ich mich für Meditation. Kommt bei Frauen übrigens alles 3 total gut an. Und bei meiner eigenen Frau ganz besonders. Denn Meditation erhöht das Körpergefühl. Probier‘ es mal aus!

Ein Mann hat viele Sexpartnerinnen.

Wir wollen uns fortpflanzen. Und wenn Du hier auf dem Blog gelandet bist, warst Du vermutlich erfolgreich. Aber wir sehnen uns auch nach intensiver Zuneigung. Das kommt zum großen Teil aus der Erziehung und Bindung zur Mutter. Wir wollen nicht verlassen werden. Wir wollen langfristig glücklich sein. Wer viele wechselnde Partnerinnen hat, steht unter ständiger Verlustangst. Es ist einer der männlichsten Instinkte zu kämpfen. Und für eine funktionierende sexuelle Partnerschaft kann Mann sich schon mal in den Ring werfen.

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Ein Mann definiert sich über den Job.

Sich über den Beruf definieren. Sich mit den Leistungen brüsten. Das ist nicht männlich. Das ist fahrlässig. Denn ein gerade noch beeindruckender, solide bezahlter und sicher geglaubter Job kann im nächsten Moment schon passé sein. Das Unternehmen muss einsparen. Gehälter kürzen. Oder sogar kündigen. Fällt der Job weg fällt der Mann schnell in ein Loch. Sich über Job und Titel zu definieren, ist also eher ein Risiko als eine Leistung.

Loslassen und sich in Abenteuer stürzen verhilft nicht selten zu gesteigertem Selbstwertgefühl. Risikobereitschaft in Sachen Selbstverwirklichung stärkt den Charakter. Was erfüllt Dich mehr? Lob vom Chef für die gelungene Präsentation oder der selbstgebaute Wohnzimmertisch an dem Deine Familie zusammen sitzt, lacht, spielt und isst?

Was macht für Dich das Mann sein aus?